Choir under Fire in Prag - Part 4

Ein Reisebericht von Erika Kellou


Pragreise, ahoj


Als relativ neues Chormitglied, war ich besonders neugierig darauf, wie ich die freie Zeit, außerhalb des Programms wohl verbringen würde. Und kaum hatte ich meinen Koffer ausgepackt, bekam ich schon einen Anruf von meiner Chorschwester Beate, ob ich Lust hätte, mit ihr und ihrem Mann Thomas in die Stadt zu fahren. Darüber habe ich mich schon einmal sehr gefreut. Wir sind also zu dritt mit der U-Bahn, die direkt am Hotel eine Station hatte, zum Nationalmuseum am Wenzelsplatz gefahren und haben uns auf den Weg zur Moldau gemacht, wo für uns eine Bootsfahrt mit Reiseführung und Abendessen in Buffetform auf dem Programm stand. Einige der anderen hatten die Zeit genutzt, um die Gegend um unser Hotel kennenzulernen und sind dabei im Park auf ein kleines Familienfest mit Ausstellung von Greifvögeln und Kinderbelustigung gestoßen. Zusammen mit unserer Reiseleiterin Jirina Pribylová kamen sie dann alle am Pier 11 an und wie geplant, fuhr unser Boot um 20.00 Uhr los. Jirina erzählte uns die Geschichte der Stadt, während wir Essen und Trinken und die Leichtigkeit des Seins genießen konnten. Vor dem immer dunkler werdenden Himmel sahen die gelblich beleuchteten Gebäude, Denkmäler, Türme, Kloster und Brücken besonders beeindruckend aus.


Am Freitag stand morgens zunächst eine Stadtrundfahrt im Bus und dann ein Stadtrundgang durch die bereits im 13. Jahrhundert gegründete „Neustadt“ mit Jirina und ihrer Kollegin Lucia Hyblerová auf dem Programm. Ausgestattet mit Empfangsgerät und Kopfhörern waren wir in zwei Gruppen bis 13.00 Uhr unterwegs.


Am Samstagmorgen fuhr uns unser Busfahrer Ramazan in die Stadt, wo wir etwas Zeit zur freien Verfügung hatten, bevor wir mittags noch eine Bootsfahrt auf der Moldau genießen durften. Die „Lucky Voice Band“, hatte uns zu dieser Tour mit Mittagsbuffet eingeladen, da es sehr schwer war, ein Restaurant für so eine große Gruppe zu finden. Thomas bekam nochmal ein „Happy Birthday“ auch auf Englisch, Tschechisch, Deutsch. Einige unserer Gastgeber konnten Deutsch und die meisten Englisch, so dass wir uns trotz eigener begrenzter Tschechisch-Kenntnisse gut unterhalten konnten. Zurück am Pier, ging es zu Fuß einmal quer durch die Stadt, um in einem extra für uns gemieteten Lokal mit Karaoke-Singen noch ein paar gemeinsame Stunden zu verbringen. Gegen 18.00 Uhr löste sich die Veranstaltung dann langsam auf und ich bin mit einer kleinen Gruppe zur Prager Burg unter anderem mit der historischen Tram hochgefahren. Wir haben viel gesungen und noch mehr gelacht und waren überwältigt von soviel Geschichte und Kultur. Der Abend klang dann, zurück im Hotel, in der Hotelbar mit leckeren Getränken und noch mehr Gesang aus.


Für Sonntag hatte eine knappe Mehrheit beschlossen, statt bis 15.00 Uhr in Prag zu bleiben, um 10.30 Uhr abzufahren und einen 3-stündigen Stopp in Dresden zu machen. So haben wir also auch noch die Innenstadt von Dresden erkundet, dort in kleineren Gruppen Mittag gegessen und uns dann weiter auf den Heimweg gemacht. Da die Autobahn dicht war und unser Busfahrer nicht so lange im Stau stehen wollte, hat er mit uns noch eine Sightseeing-Tour durch die sächsische Schweiz gemacht. Sehr schmale Straßen mit sehr vielen Kurven. Die letzten Kilometer wurde noch fleißig gesungen und mir ging es sicherlich wie den meisten, als wir endlich in Kaltenweide ankamen: Gerne wäre ich noch länger mit dieser tollen Truppe unterwegs gewesen.

Euch allen vielen Dank für die wunderbaren Erinnerungen und dem Vorstand ganz besonderen Dank für die perfekte Planung dieser besonderen Reise!

Erika


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